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In der Fotografie bezeichnet der Begriff „Tabletop” eine Technik, bei der Gegenstände für die Aufnahme auf einem speziellen Tisch platziert und sorgfältig ausgeleuchtet werden. Diese Technik wird vor allem in der kommerziellen Werbefotografie eingesetzt, um Produkte möglichst vorteilhaft zu präsentieren.

In meinem Projekt wird der Begriff zunächst wörtlich genommen: Eine Person wird auf einen Tisch gesetzt und in verschiedenen Positionen fotografiert.

Es werden zwei Varianten von Fotos angefertigt:

  • Eine Serie von Ganzkörperaufnahmen, die die Person in verschiedenen Positionen auf dem Tisch sitzend zeigen. Diese drei Fotos werden auf eine in der Beauty-Fotografie übliche Art bearbeitet, sodass das Modell auf ihnen idealisiert dargestellt wird. Die Fotos werden in der Ausstellungssituation als quadratische Großformate auf PVC-Plane gehängt.
  • zahlreiche Aufnahmen von Körperdetails, die nicht retuschiert werden. Sie zeigen die Körperausschnitte der Person also „ungeschminkt”, wobei vor allem auf Details Wert gelegt wird, die „normalerweise” – also auch bei den Bildern des ersten Teils – retuschiert werden. Die Bearbeitung erfolgt so, dass Kontraste und Klarheit verstärkt werden. Die Bilder werden in kleinerem Format auf Holzblöcken, Styroporverpackungen oder in Sofortbildkassetten montiert.
  • Je nach Raumsituation würden diese Komponenten in einer Ausstellung so angeordnet, dass die großen Bilder von den kleinen Detailaufnahmen umgeben sind.
 Die geschönten, gewissermaßen entpersonalisierten Aufnahmen werden also mit den „rohen”, eher dokumentarischen Sofortbildern kontrastiert, die die Person jedoch nur in kleinen Ausschnitten zeigen.